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Infos zur Afrikanischen Schweinepest

Jetzt hat die gefährliche Schweinekrankheit Westeuropa erreicht.

Die Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest (ASP) ist Besorgnis erregend. Nachdem die Seuche schon einige Jahre in Russland und den baltischen Staaten und Polen auftritt, war es für Experten nur eine Frage der Zeit, wann das Virus nach Westeuropa eingeschleppt wird. Anfangs Oktober wurde nun in Belgien in Wildschwein-Kadavern das ASP-Virus nachgewiesen. Experten gehen davon aus, dass das Virus über schweinefleischhaltige Produkte den Weg nach Belgien gefunden hat.

Kein Fleisch aus Osteuropa
Ein weiteres beunruhigendes Ereignis hat sich auch anfangs August in Chinas Nordosten ereignet. Tausende Kilometer von den bekannten europäischen und afrikanischen Seuchengebieten entfernt, haben sich Hausschweine mit dem ASP-Virus infiziert. Auch in diesem Fall muss davon ausgegangen werden, dass das Virus über virushaltiges Schweinefleisch eingeschleppt wurde. Dabei stellt die hohe Überlebensfähigkeit des Virus eine grosse Gefahr dar. Auch für die Schweiz ist virushaltiges Schweinefleisch aus Pestgebieten das grösste Risiko. Insbesondere landwirtschaftliche Mitarbeiter aus Osteuropa, die auf Schweizer Bauernhöfen mitarbeiten, müssen unbedingt instruiert werden, dass sie keine Fleischprodukte aus ihrer Heimat mitbringen dürfen. Die Kontrollen an der Schweizer Grenze und an den Flughäfen sollten in diesem Zusammenhang umgehend intensiviert werden. Aber auch Fernfahrer aus dem Osten (Seuchenregionen) sollten beim Grenzübertritt auf schweinefleischhaltigen Proviant kontrolliert und über das Risiko informiert werden. Unter den aktuellen Gegebenheiten sollten alle Importeure auf den Import von Wildschweinefleisch freiwillig verzichten. Die kürzlich stattgefundene Falschdeklaration von importiertem Wildschweinefleisch ist in diesem Zusammenhang mehr als bedenklich.

Wiederstandsfähiges ASP-Virus
Neuere Untersuchungen zeigen auch, dass das widerstandsfähige Virus in pflanzlichen Futtermitteln wie Ölsaaten und Getreide über Wochen überleben kann.  So haben Wissenschaftler Futtermittel im Labor infiziert und unter repräsentativen Umgebungsbedingungen einen längeren Transport von 30 Tagen simuliert. Nach dieser simulierten Reise der virushaltigen Futtermittel konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass das Virus immer noch infektionsfähig war. Futtermittel, ob Rohstoffe oder Raufutter, aus Gebieten, die von der ASP betroffen sind, stellen somit ein Risiko dar. Dasselbe gilt auch für pflanzliches Einstreumaterial.